Matratzen in der Herberge?
In den Sommermonaten bekommt man in den Berghütten ohne Voranmeldung oftmals gar keinen Platz mehr, wenn man abends nach einer langen Wanderung sich ermattet ausruhen möchte. Zumindest Schlafplätze sind dann rar gesät. Obwohl man dort selten gemütliche Matratzen vorfindet. Eher muss man auf dünnen Unterlagen oder im eigenen Schlafsack nächtigen, hat dafür aber ein Dach über dem Kopf. Doch wie verhält es sich damit im Winter? Im Winterurlaub in den Bergen ist es in aller Regel nicht nur kalt, sondern es liegt auch noch Schnee. Die meisten alpinen Besucher nutzen dies zum Ski- und Snowboard-Fahren. Auch Langläufer finden sich zahlreich. Man kann aber auch über mehrere Tage hinweg lange Schneewanderungen unternehmen. Dabei empfiehlt es sich, vorher in den auf dem Weg liegenden Hütten anzufragen, ob sie zu diesem Zeitpunkt überhaupt geöffnet sind. Denn eine Übernachtung eingeplant zu haben und dann vor einer unbeleuchteten und unbewohnten Hütte zu stehen, ist gerade im Winter alles andere als ein Vergnügen. Wenn man aber das Glück hat, in einer Berghütte nächtigen zu können, wird man dort unvergleichliche, überaus heimelige Abende verbringen können, an die man sich noch lange Zeit gerne erinnern wird. Man wird zwar auch im Winter bestenfalls auf dünnen Kaltschaummatratzen schlafen können, aber eingemummelt in dicke Decke sollte damit niemand ein Problem haben. Zum Frühstück stärkt man sich mit einigen Herzhaften Dingen und schon kann man die Tour durch das verschneite, winterliche Gebirge fortsetzen. Immer wieder wird man zumindest aus der Ferne die eine oder andere Skipiste erblicken, vielleicht werden einen bisweilen auch einige Langläufer überholen. Doch gerade diese gewollte Entschleunigung tut in der heutigen Zeit der Geschwindigkeit gut und entspannt ganz enorm. Und wenn man es gar nicht mehr aushält, kann man sich immer noch auf den Allerwertesten setzen und einen Berghang hinunterrutschen. Das empfiehlt sich allerdings nur bei wasserabweisenden Hosen, ansonsten wird man den nassen Hosenboden noch eine ganze Weile bereuen.